CC Autor Silvio Wagner
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Flüchtlingsrecht ist Menschenrecht

Wien-Parlament,Menschenrechte
Flüchtlingsrecht ist Menschenrecht

Die Genfer Flüchtlingskonvention

Laut der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951, ist ein Flüchtling eine Person, die
„. . . aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,Zugehörigkeit
zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet,
dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann
oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will . . .“.
Jeder Flüchtling hat das Recht auf Sicherheit in einem anderen Land
Jeder Flüchtling hat das Recht auf Sicherheit in einem anderen Land.
Zu ihrem Rechten zählen grundlegende Bürgerrechte wie Gedankenfreiheit, Bewegungsfreiheit und sie haben
einen Anspruch auf Schutz vor Folter und erniedrigender Behandlung.
Soziale undwirtschaftliche Rechte gelten ebenso für Flüchtlinge.
Zudem sollten sie Zugang zu Schulbildung, medizinischer Versorgung und zum Arbeitsmarkt haben.
Zu den Pflichten eines Flüchtlings gehört es die Bestimmungen und Gesetze des Asyllandes zu respektieren und
einzuhalten.

Kennst du die UNHCR?

In der Flüchtlingskonvention, die das wichtigste Element des internationalen
Flüchtlingsrechts darstellt, wird sich nicht explizit auf Zivilisten bezogen, die vor Konflikten
fliehen, obwohl die meisten großen Flüchtlingsbewegungen durch Bürgerkriege verursacht
wurden. Zum Beispiel das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) vertritt die
Auffassung, dass diese Menschen als Flüchtlinge anzusehen sind.
Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (United Nations High Commissioner
for Refugees, UNHCR) schützt und unterstützt Flüchtlinge auf der ganzen Welt. UNHCR
setzt sich dafür ein, dass Menschen die von Verfolgung bedroht sind, in anderen Staaten Asyl
erhalten. In zahlreichen Ländern betreibt UNHCR humanitäre Hilfsprogramme für
Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Rückkehrer. Ursprünglich wurde UNHCR gegründet um
den Flüchtlingen infolge des zweiten Weltkrieges zu helfen. Da sich aber dieFlüchtlingssituation weltweit verschärfte wurde das UNHCR-Mandat zunächst alle 5 Jahre verlängert. Im Dezember 2003 erhielt UNHCR von der
UN-Vollversammlung ein unbeschränktes Mandat. Insgesamt stehen heute 36,4 Millionen Menschen unter seinem
Schutz. Die Arbeit von UNHCR wurde 1954 und 1981 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Unvorstellbare Zahlen: Über 50 Millionen Menschen sind auf der Flucht
Im Jahr 2013 befanden sich weltweit etwa 51,2 Millionen Menschen auf der Flucht, davon
flüchteten 33,3 Millionen Menschen innerhalb ihres Heimatlandes,16,7 Millionen Menschen
mussten in ein anderes Land fliehen und 1,1 Millionen Menschen stellten einen Asylantrag,
zumeist in Industriestaaten.
Sie haben Traumatisches erlebt.Viele Flüchtlinge haben schlimme Dinge gesehen und
erlebt und sind dadurch oftmals traumatisiert und leiden unter psychischen Folgen wie zum Beispiel Angstzuständen,
Panikattacken und Schlafmangel. Diese Menschen kommen nach einer sehr langen und
kräftezehrenden Flucht bei uns und in anderen Industriestaaten an um ein Leben ohne Krieg
und Terror zu leben.

 

So zum Beispiel beschreibt ein junger Flüchtling aus Afghanistan die Flucht:
„Auf der Flucht lernt man,
auf sich selber aufzupassen,
weil man ist alleine.
Man spürt die ganze Zeit
den Tod auf der Flucht.“ (Hadi,14 Jahre)
Von Afghanistan nach Köln
In Köln leben momentan 4890 Flüchtlinge. Im Oktober bekam die Stadt Köln von der
Bezirksregierung Arnsberg 300 neue Flüchtlinge zugewiesen. Um diesen starken
Flüchtlingsstrom zu bewältigen, musste die Stadt Köln auf Notmaßnahmen zurückgreifen.
Eine dieser Maßnahmen ist die vorrübergehende Nutzung einer Mehrzweckhalle des
Schulzentrum Weidens im Westen der Stadt.
Hier leben voraussichtlich bis zum 7. Januar 2015, 200 Flüchtlinge aus vielen verschiedenen
Ländern.
Und zwischen uns ist nur ein Zaun
Direkt neben der Halle, nur durch einen Metallzaun getrennt, befindet sich unsere Schule, das
Georg-Büchner-Gymnasium und die Martin-Luther-King Hauptschule.
Unsere neuen Nachbarn möchten wir ganz herzlich begrüßen und aufnehmen.
Viel ist schon geschehen seit bekannt ist, dass die Flüchtlinge in unserer Halle aufgenommen werden.
Zum Beispiel fand am Donnerstag dem 27.11. ein Willkommenskonzert für die Flüchtlinge
statt, sowie am 28.11. eine von Schülern organisierte Spendensammelaktion.
Viele weitere Aktionen von engagierten Schülern, Eltern und Lehrern sind in Planung.
In Deutschland engagieren sich mehr als 23 Millionen Menschen ehrenamtlich in ihrer Freizeit.
Was können wir für sie tun? Und was lernen wir von ihnen?
Es gibt viele Möglichkeiten den Flüchtlingen zu helfen, die aus verschiedenen Gründen ihr
Heimatland verlassen mussten und nun bei uns leben,und diese Möglichkeiten sollten wir alle
nutzen, nicht nur um auf diese Weise soziales Engagement zu zeigen, sondern weil wir vielen
von ihnen lernen können.
Man kann spenden, die Flüchtlinge zu Ämtern begleiten, ihnen Zeit und Aufmerksamkeit
schenken. Auch als Schüler kann man sich sozial engagieren, zum Beispiel beim Deutschen
Roten Kreuz oder anderen Projekten.
Jeder, der sich für andere Menschen einsetzt, denen es schlechter geht als einem selbst, hat ein
großes Lob verdient und mitgeholfen diese Welt ein bisschen schöner zu machen.
Franziska Küppers (Jg. EF)

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