Quelle: TransFair e. V.

Warum es sich lohnt fair zu kaufen

CC Quelle: TransFair e. V.
CC Quelle: TransFair e. V.
Hauptsache Billig macht arm…
Warum es sich lohnt fair zu kaufen…
Inzwischen hat sich in der Kauflandschaft ein neuer Trend verbreitet. Der Trend fair und ohne
Ausbeutung oder Kinderarbeit produzierte Produkte,sogenannte Fairtrade Artikel zu kaufen und zu
verkaufen. Viele holt ihr soziales Gewissen ein und so wächst das Interesse an eben jenenProdukten.
Doch was ist eigentlich Fair Trade?
Im Folgenden werde ich euch den Begriff des Fair Trades erläutern und dessen Vorzüge gegenüber des althergebrachten globalen Handels aufzeigen.
Zuerst sollte man sich als Kunde im Klaren sein, was Fairtrade bedeutet. Viele Produkte, die sie im Alltag benutzen, sowie auch Kleidung, wird in armen Ländern in Afrika oder Asien, wie zumBeispiel Bangladesch, den sogenannten Dritte Welt Ländern produziert. Unter anderem auch von Kindern. Dort arbeiten die Leute oft in unmenschlichen Verhältnissen und werden, wenn sie überhaupt bezahlt werden, mit Löhnen vergütet, die nicht ansatzweise für ein menschenwürdigesLeben ausreichen. Warum?
Im globalen Handel werden die von diesen Menschen produzierten Produkte über weitere Stationen, in die wohlhabenden westlichen Länder befördert. So werden zum Beispiel Stifte für 79 Cent und T-Shirts für 4,50 Euro verkauft.
Die Auftraggeber aber wollen natürlich möglichst viel an ihren Produkten verdienen. Und wie, denken sie, funktioniert ebendies?
Indem diese Leute die Produktionskosten möglichst gering halten. Darin inbegriffen die Gehälter eben jener Menschen, die an der Produktion beteiligt sind. Wenn sie jetzt noch bedenken, dass die Firmen über die, diese Produktion läuft ja ebenfalls an diesen Produkten verdienen wollen, können sie sich vorstellen, dass man von Glück reden kann,sollte überhaupt Geld bei den eigentlichen Arbeitskräften ankommen.
Deswegen müssen diese auch oft in schlechten und unhygienischen Wohnungen leben und haben oft nicht genügend Geld um sich genug zu essen zu kaufen. Hunger und Krankheit sind die Folge.
Die Jugendsterblichkeit ist hoch, schon Kinder unter 12 sterben an Krebs oder den Anstrengungen der Arbeit. Hoffnung gibt es nicht.
In diesem Punkt unterscheidet sich der Fairtrade Handel von dem globalen
Die Auftraggeber der Fairtrade-Produkte haben es sich zum Hauptanliegen gemacht, dass die Leute
die Fairtrade Artikel produzieren auch eine angemessene Bezahlung erhalten, während die meisten globalen Händler nur auf ihren eigenen Profit aus sind. Dazu muss man natürlich sagen, dass es auch unter diesen Ausnahmen gibt und dass man nicht alle in eine Schublade stecken kann.
Eines der Haupgrundsätze des Fairtrades ist Transparenz, als Kunde können sie verfolgen, wohin ihr Geld geht. Das ist möglich, da im Fairtrade keine dieser ebengenannten Zwischenstationen vorhanden ist.
Das Geld geht direkt an die Leute aus den Dritte-Welt-Ländern die diese Artikel auchproduziert haben.
Ihnen, den Kunden wird in seltenen Fällen sogar ermöglicht Kontakt zu ihnen aufzunehmen.
Dementsprechend sind die Preise auch leicht höher als im althergebrachten Handel, aber höchstens minimal.
Dafür können sie sicher sein, dass alles an einen guten Zweck geht und sie den Menschen, welche diese Wahre produzieren ein besseres Leben in menschenwürdigen Verhältnissen ermöglichen.
Manche Leute (sie vielleicht eingeschlossen) wären an sich interessiert an ebengenannten Artikeln wissen jedoch nicht, wie und wo sie an solche Produkte im freien Handel kommen.
Obwohl Fairtrade auf dem Vormarsch ist, wissen die meisten nicht, wo sie auf solche Läden treffen, denn das Angebot von fair produzierten Produkten ist leider nicht so verbreitet, wie es sein sollte.
Deswegen werde ich euch jetzt Läden und Orte näherlegen, in diesen man an solche Artikel gelangen kann.
Es gibt Leute, die sich privat engagieren und auf eigene Faust Fairtrade-Läden gründen, so lassen sich zum Beispiel an unserer Schule dem Georg-Büchner-Gymnasium in Köln-Weiden eigenständige Fairtrade-Läden finden. Doch das ist natürlich nicht alles.
Auf der Website Fairtrade Town Köln, gibt es einen Fair Trade Stadtführer durch Köln, dort sehen
sie eine große Auswahl an Läden die Fairtrade Produkte führen, sie werden sicher auch einen in ihrer Nähe finden.
Die Produkte stehen den des globalen Handels in nichts nach und sind meistens noch qualitativ hochwertiger. Zudem helfen sie den Arbeitskräften aus den Dritte-Welt-Ländern.
Die Arbeitgeber im normalen globalen Handel lassen diese Menschen für sich arbeiten und die Produkte produzieren, die diese reich machen. Sie interessieren sich jedoch nicht dafür was mit diesen Arbeitskräften passiert oder wie es ihnen geht, es ist ihnen schlicht egal.
Du hast jetzt die Chance das zu ändern, denn wennmehr Leute auf das Fairtrade aufmerksam werden und die Läden eine große Kundschaft hätten und die eigentlichen Vertreiber von nicht fair
produzierten Artikeln langsam in Verruf geraten würden, wären die großen Modemarken wie H&M oder Hollister, sowie Hersteller von Alltagsartikeln gezwungen die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Ich will nicht sagen „es liegt an dir die Welt zu verbessern“, weil du das vermutlich schon zu oft gehört hast, aber ein bisschen Wahrheit liegt auch darin. Du trägst nicht die Hauptschuld daran, aber mit deinem Konsumverhalten trägst du auf jeden Fall auch zu dem bei, was ich eben geschildert habe. Du kannst es also auch in die gegenteilige Richtung lenken.
Und schon in Fairtrade-Läden einzukaufen und Leuten davon zu erzählen kann helfen.
Sie haben vielleicht Bedenken was die Produkte angeht aber probieren sie es aus, sie werden positiv überrascht sein.

Robert Voigt (EF)

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